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Sigurd Treske

 

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Der Herr des Flusses - Kwando-River - Ostcaprivi Namibia / Botswana

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Der Caprivi im Nordosten Namibias ist zum übrigen trockenen Land eine völlig andere Welt, vom Massentourismus noch  unberührt. Fast alle Besucher fahren über den „Caprivi Highway“ nach Botswana und weiter zu den Victoria Fällen in Zimbabwe. Im Süden an der Grenze zu Botswana liegen zwei traumhaft schöne Nationalparks „Mudumu“ und „Mamili“.

Der Muduma Nationalpark ist auf guter Schotterpiste von Kongola aus erreichbar. Im Park ist ein 4x4 Fahrzeug zwingend erforderlich.

Eigentlich kann man überall im Park campen. Es gibt eine offizielle Campsite (Nakatwa Campsite). Die Campsite liegt ca. 47 Kilometer südlich von Kongola. Im Park ist man fast immer allein. Das setzt ein zuverlässiges Fahrzeug und eine umfassende Ausrüstung voraus.

Der Kwando, der Fluss mit den vielen Namen  ist Elefantenland. In Afrika gibt es nur noch wenige Regionen wo Elefantenherden von zweihundert und mehr Exemplaren zu sehen sind. Vor dem Bürgerkrieg und der Wilderei in Angola sind die Elefanten auf den Caprivi und südlich nach Botswana geflohen. Nachts kehren viele Herden nach Angola zurück um dort zu äsen. Dabei müssen Sie den Caprivi Highway überqueren. Schon aus diesem Grund grenzt nächtliches Autofahren an Selbstmord.

Den Kwando, von seiner Quelle in Angola bis nach Namibia heisst er Cuango, wollen wir bis er sich in den Linyantisümpfen verliert, hinauffahren. Es ist eine grandiose Landschaft mit vielen kilometerbreiten Ried- und Papyrusflächen. Stillen Buchten und Lagunen voller blau blühender Seerosen. Sehr selten sind die gelbblühenden Exemplare. Die Fließgeschwindigkeit ist gering. Das Wasser des Flusses ist klar. In dieser Region leben über 400 Vogelarten. Vom Wasser her kommen wir an die Elefanten bis auf zwei Meter heran
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Knapp zwanzig Meter vor uns taucht ein riesiger Flusspferdbulle aus dem Wasser auf und greift sofort wütend an. Mit grosser Bugwelle schiesst er auf uns zu. Der Fluss ist hier knapp zehn Meter breit. Das Vorbeifahren ist unmöglich. Dem Skipper, zum Glück lief der Aussenborder im Leerlauf, gelingt es bevor der Bulle uns rammt, den Rückwärtsgang einzulegen. Mit Vollgas geht es zurück. Wütend verfolgt uns der Bulle, doch wir sind schneller. Er taucht ab und lässt sich offensichtlich unter Wasser zurücktreiben. Wenn wir weiter wollen müssen wir an ihm vorbei.

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Im Fluss wimmelt es von Hippos. Immer wieder müssen wir ausweichen, denn eine Hippoattacke würde unser Boot nicht überstehen. Einmal hindern uns rund vierzig Hippos am weiterfahren, dann müssen wir sehr schnell zurückfahren um Agressionen der Tiere zu vermeiden. Krokodile sind selten und verschwinden sofort im Wasser. Bis 1990 war die Region Jagdgebiet. Nach mehreren Stunden erreichen wir direkt am Fluss ein Camp der Botswana-Ranger. Hier kann die Einreise erledigt werden, wenn man die Kwando Wildlife Concession in Botswana besuchen möchte. Die Ranger kontrollieren mit flachen Propellerbooten den Fluss und seine Überflutungsgebiete. Die Motoren dieser Boote machen einen Höllenlärm. Wenige Minuten später auf dem Fluss bekommen wir die Erklärung warum die Ranger vergnügt lächelten, als wir Ihnen sagten, dass wir den Fluss weiter hinauffahren wollen.

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Mit Vollgas durch – zu riskant – da wir nicht genau wissen wo er ist. Sich ohne Motorgeräusche treiben lassen – auch zu gefährlich. Wer weiss ob der Motor sofort anspringt – und wenn er das Boot von unten rammt? Rechts oder links an ihm vorbei – nur möglich wenn er sich in der Flussmitte befindet und wir nah genug an ihn herankommen. Wir beschließen uns langsam vorzuschieben, bis knapp zwanzig Meter vor die Stelle wo er das erste Mal aufgetauchte. Wenn er zum atmen hoch kommt, uns nicht angreift und wieder abtaucht, wollen wir schnell an ihm vorbei sausen. Wir warten, auf der Stelle stehend, zehn - fünfzehn Minuten. Nichts rührt sich. Dar Fluss zieht träge dahin. Urplötzlich schießt er aus der Flussmitte hoch. Das Maul aufgerissen greift er wieder an. Vollgas zurück. Doch dafür ist das Boot nicht geeignet. Wasser schwappt über die Bordwand. Wir springen nach vorm im Boot, damit das Heck höher aus dem Wasser kommt, dadurch hat die Schraube nicht mehr die volle Wirkung. Der Crash scheint unvermeidbar. Knapp einen Meter, das Wasser seiner Bugwelle spritzt in das Boot stoppt er, reisst das riesige Maul weit auf und taucht ab. Wir erwarten den Angriff nun von unten, doch nichts passiert.

Dann taucht er flussabwärts wieder auf. Wir haben begriffen, an ihm dem Herrn des Flusses kommen wir nicht vorbei. Später erfahren wir, dass auch die Ranger mit ihren schnellen Propellerbooten nicht den Durchbruch wagen. Der Fluss ist nur passierbar wenn der Herr des Kwando zum äsen an Land ist.
Unseren Plan die Linyanti Sümpfe zu erkunden geben wir nicht auf. Nun müssen wir es mit dem Geländewagen versuchen.

Kurzinformation: Kwando River
Ca. 15 Kilometer ist der Fluss die Westgrenze des Mudumu National Parks. Er ist mit einem Boot bis fast zum Mamili National Park befahrbar. Vor den Linyanti Sümpfen verliert sich der Fluss. Trotz der Beschreibung in Reiseführern sind Bootsfahrten im Mamili National Park nicht möglich. Das Boot der exklusiven “Kings Pool Lodge” liegt seit Jahren auf dem trockenen.

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