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berichte

Fotos: Sigurd Treske
Copyright: 2005/2009

 

Achtung Bilderdiebe!
Bilderdiebe müssen an der nächsten Reise teilnehmen und dann von der Insel zum Festland schwimmen. Wir begleiten Sie mit dem Beiboot für einmalige Aufnahmen, wenn der große weiße Hai angreift. Sie werden allerdings an den Fotos keine Freude mehr haben.

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Dass es am Kap in Südafrika (nicht im Zoo) Pinguine gibt ist sicherlich bekannt. An der „Boulders Beach“ sind sie fast zur Plage geworden und haben den kleinen Ort erobert. Überall sieht man sie. Sie dringen auch  in die Gärten und Häuser ein.
Der von der Arktis kommende kalte Benguelastrom hat sie sogar ein paar tausend Kilometer nördlicher an die Küste Namibias verschlagen.

Obwohl nicht eine Wolke am blauen Himmel zu sehen ist, ist es kühl in Walvis Bay an der Atlantikküste Namibias. Die Jahreszeiten sind im Vergleich mit der nördlichen Erdhalbkugel gegensätzlich d.h. wenn in Europa Sommer ist, dann ist in Namibia Winter. Im Hafen sind wir auf der Suche nach einer Möglichkeit auf einem kleinen Küstenmotorschiff mitzufahren, die den Guano (Vogelkot) einen sehr wertvollen Naturdünger von den Felsinseln im Meer vor dem Diamantensperrgebiet abholen.

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Die Inseln haben merkwürdige Namen:
Hollansbird Island, Possesssion Island, Pomona Island, Plumpudding Island, Sinclair Island, Roastbeef Island.
Miguel, der Skipper ist allein auf seinem Schiff und bereit uns mitzunehmen. Eigentlich ist das verboten. Sein Schiff ist ein echtes Museumsstück, aber sonst kerngesund. Ob das museale Funkgerät funktioniert – wir fragen erst gar nicht. Wissen verunsichert ggf. nur. Von der Angolagrenze im Norden bis zur Grenze zu Südafrika erstreckt sich die Skelettküste. An dieser Küste sind schon viele Schiffe gestrandet und viele Menschen in der angrenzenden Namibwüste verdurstet.

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Am späten Nachmittag geht es los. Der Diesel, selbst Miguel weiß nicht, wie viel Jahrzehnte er schon auf den Kolben hat, tuckert ruhig und beruhigend. Der feine Guanostaub ist überall und Miguel hat den aussichtslosen Beseitigungskampf schon lange aufgegeben. Obwohl keine Fracht an Bord ist, stinkt es mörderisch. Der sehr feine Guanostaub ist überall und auch bald in unseren Sachen. Die Kameras sind durch luftdichte Plastikbeutel geschützt. Irgendwann hört auch das Niesen, Jucken und Kratzen auf und die Müdigkeit besiegt all diese Tätigkeiten. Die Nacht kommt schnell. Wir hatten geglaubt, er würde bei Dunkelheit in einer geschützten Bucht ankern. Doch weit gefehlt.

 Er tuckert durch die rabenschwarze Nacht. Erst auf der Rückreise am Tage  sehen wir, wie gefährlich diese Küstengewässer sind. Riffe, Untiefen und Felsinseln. Im Meer jagen der große „Weiße Hai“ und Seeleoparden. Miguel befährt diese Küste schon viele Jahre und muss sich exzellent auskennen.

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An der Skelettküste leben auch tausende von Robben. Die Küste ist außerordentlich fischreich.

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Am Morgen taucht sie aus dem Nebel auf, eine Guanofelsinsel. Querab zum Festland liegt das still vor sich hin rostende Wrack eines großen Frachtschiffes.
Zehn Arbeiter leben mehrere Monate auf der kleinen Felsinsel, die mit einer sechzig bis achtzig Zentimeter dicken Schicht aus Pinguinkot überzogen ist. Die Kotsschicht wird in Handarbeit abgebaut und in Jutesäcke verpackt. Das Beladen des Schiffes dauert mehrere Stunden, die wir für die Erkundung des kleinen Eilands nutzen.

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Es sind einige tausend Pinguine, die auf der Insel leben, dicht an dicht. Zum Fischfang müssen sie in das Meer und dort lauern der große weiße Hai und die Seeleoparden. Ein Arbeiter erzählt uns, dass vor zwei Jahren ein betrunkener Arbeiter in die See gefallen sei. Von ihm wurde nichts, aber auch gar nichts gefunden. Wir können uns nur bewegen, indem wir die Tiere beiseite schieben.

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Auf den Inseln der Skelettküste leben ca. 30.000 Brillenpinguine. In der näheren Umgebung von Lüderitz leben ca. 100 Pinguine. Lüderitz ist auch der nördlichste Vorkommensort des afrikanischen Brillenpinguins.
 

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Exkursionsteilnehmer: Ralf Detering, Sigurd Treske
Autor und Fotos: Sigurd Treske

Reiseberichte

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