lion-86-106-gif
banner-neu-1gif
linie-gruen-103

Parc National de Waza  - Waza National Park

linie-gruen-103

Allgemeines

kolo-klein

Kamerun - ein ganzer Kontinent in einem Land. Von Palmen gesäumten Meeresküsten, dichten tropischen Regenwäldern endlosen Savannen im Norden und einer reichen vielfältigen Tierwelt bietet Kamerun alles was man von Afrika erwartet.  Kamerun ist mit 475.442 qkm ungefähr 30 Prozent größer als die Bundesrepublik, hat aber nur ca. 15.000.000 Einwohner. Kamerun war von 1884 bis 1916 deutsche Kolonie.

Der Park
Der 170.000 ha große Waza National  Park liegt im äußersten Norden Kameruns. Vor der Etablierung als Nationalpark 1968 war die Region Jagdgebiet. Seit 1969 ist der Park Biosphärenreservat. Im Westen sind überwiegend  Waldgebiete und dichtes Buschland. Im Osten ausgedehnte Sumpfebenen.  Der Nationalpark liegt nur auf kamerunesischem Gebiet. Das Wandergebiet der Elefantenherden ist  aber wesentlich größer und erstreckt sich bis in den Chad und die  Zentralafrikanische Republik. Die Zahl der Elefanten ist hier so groß, dass das  ökologische Gleichgewicht bereits in Gefahr scheint, deshalb werden Elefanten abgeschossen. Der Parkbesuch ist nur mit dem eigenen Fahrzeug möglich. Der Park darf nur in Begleitung eines Führers befahren werden. Die Führer sind mit den Verhaltensweisen der Tiere bestens vertraut. An Elefanten wird sich auch zu Fuß angepirscht. Die beste Zeit des Jahres um Tiere zu sehen ist von März bis Mai, das ist leider auch die heißeste Jahreszeit mit Temperaturen bis zu 50 Grad. Der Park ist von November bis Mai geöffnet. Der Waza Nationalpark ist der tierreichste Park Westafrikas und durchaus mit ostafrikanischen Parks vergleichbar. Antilopen sind sehr zahlreich. Besonders häufig sind die in Afrika sehr seltenen Pferdeantilopen in kleinen Gruppen bis zu zehn Tieren zu beobachten. Ebenfalls sehr häufig sind Giraffen.

pferdeantilopen-313-303

Die Giraffen vermehren sich stark, da sie keine natürlichen Feinde haben.  Büffel sind schwierig zu finden. Ungefähr 50 Löwen leben im Park. Es gibt kein Rudel. Die Löwen leben offensichtlich alle allein. Ein Löwe mit einem Radiosender wurde über ein Jahr lang beobachtet. Dabei stellte sich heraus, dass  er 66 Kühe gerissen hatte. Der lokalen

Bevölkerung, im Park sind mehrere Dörfer, entsteht durch die Löwen ein beträchtlicher Schaden. Trotzdem werden nicht wie in anderen Teilen Afrikas die Löwen abgeschossen oder vergiftet. Die Vegetation variiert je nach Jahreszeit sehr stark. Der Park darf nur zwischen Sonnenaufgang und Untergang besucht werden. Es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten im Park. Am Eingang zum Park, an einem Hügel liegt das Campement de Waza mit zwanzig Rundhütten und traumhafter Aussicht in das Umland. Wer Waza wirklich entdecken will sollte mindestens drei Tage dort sein.

Bild 1.
Pferdeantilope. Die in Afrika teilweise vom Aussterben bedrohte Antilope ist in “Waza” noch häufig in kleinen Herden zu sehen.

Bild 2.
Die Büffel Westafrikas sind im Vergleich mit Büffeln in Ost-und Südafrika kleiner
.

bueffelherde-699-219
gir-304-228 gir-waterhole

Giraffen sind im Waza Park sehr häufig, da sie dort keine natürlichen Feinde haben. In anderen Teilen Afrikas werden Giraffen gelegentlich von Löwenrudeln gerissen. In Waza, was immer auch die Gründe dafür sind, leben die Löwen weitgehend allein. Ein oder zwei Löwen haben gegen eine erwachsene Giraffe keine Chance. Ein Fußtritt der Giraffe kann für einen Löwen tödlich sein. Im Hwange National Park in Zimbabwe habe ich gesehen wie neunzehn Löwinnen einen riesigen Giraffenbullen töteten. Das war aber nur möglich weil der Giraffenbulle auf der Flucht in einer Bodenvertiefung zu Fall kam. Im Waza Park lebt die größte Giraffenpopulation Westafrikas. In vielen Ländern Westafrikas sind die Giraffen bereits ausgerottet. Die Urachen sind Wilderei und Zerstörung des Lebensraumes.  Wazas Giraffen droht eine andere Gefahr. Die Elefantenpopulation ist für den Park zu groß. Die Elefanten zerstören die Akazien, die Nahrungsquellen der Giraffen. Nach glaubwürdigen Berichten sind 25 bis 30 Prozent der Bäume bereits schwer geschädigt oder zerstört. Bild 2. ist während der fast acht Monate langen Dürre aufgenommen worden. Bild 3. während der Regenzeit.

giraffen-12-800-337

Foto 3. Mit freundlicher Genehmigung von Christel und Martin Pusch - Maroua Cameroon

affe-400-293
wza-lö-405-293
antilope-263-218
elef-rain-400-293

Diese Antilopenart  (Cops de Buffon) ist in Waza sehr verbreitet und häufig zu sehen.In den Dürrejahren Anfang der Siebziger verendeten in einem Jahr rd. 2.500 Tiere. Zwischenzeitlich hat sich der Bestand erholt..
Die Dürreperiode dauert  in Waza fast acht Monate  mit Temperaturen bis zu 5o Gard. Waza ist, je nach Jahreszeit, Paradies und Hölle für die Tiere.

Kontraste: Oben während der Regenzeit - unten während der Dürre

waza_elefn_trockent-82003

Mit freundlicher Genehmigung von Christel und Martin Pusch - Maroua Cameroon

Die häufigsten Großtiere:
Elefanten sind regelmäßig an den Wasserlöchern zu beobachten. Besonders in der größten Mittagshitze kommen die Herden zum Baden und Trinken zu den Wasserlöchern. Recht häufig in kleinen Herden sind die Pferdeantilopen und Topis zu beobachten.  Wazas “Impalas” sind die Cops de Buffon. Büffel sind im Park selten zu sehen. Besonders zahlreich sind die Giraffen in Gruppen bis zu dreißig Exemplaren. Die im Park lebenden ca. 50 Löwen sind schwer zu finden, da sie fast alle allein leben. Löwenrudel wie in Ostafrika gibt es hier nicht. Im  Waza National Park gibt es keine Zebras, Gnus, Nashörner und Geparde. Wazas Leoparden sind entweder ausgestorben, oder extrem selten zu finden.

waza-camp-400-27002
bueffel-400-258

Campement de Waza. Rustikale Rundhäuschen direkt am Parkeingang. Camping ist hier auch  möglich.

hotel-300-203
elef-nah-400-315
ball-gif-klein

nach oben

ball-gif-klein

Übersicht Nationalparks

ball-gif-klein

Home